In lemniscus kannst du sowohl Brutto- als auch Nettorechnungen erstellen.
Standardmäßig nutzt das System Brutto - aber du kannst auch pro Akte umstellen, dass eine Nettorechnung verwendet werden soll.
Wann braucht man eine Nettorechnung?
Tipp: Brutto-Preis automatisch berechnen
Mini-Tutorial: Nettobetrag automatisch ausrechnen lassen
Unterschied in der Berechnung von Brutto- und Netto-Rechnungen
Wann braucht man eine Nettorechnung?
Nettorechnungen sind nötig, wenn das Rechnungsempfängy vorsteuerabzugsberechtigt ist - also meist bei Firmen, Behörden oder anderen Praxen.
Für Privatpersonen reicht eine Brutto-Rechnung aus. Das ist oft sogar verständlicher und erwartbarer für Klienty. Warum? Siehe unten im Abschnitt "Unterschied in der Berechnung von Brutto- und Netto-Rechnungen".
Wie stelle ich auf Netto um?
In der Kachel Orga-Daten im Reiter "Abrechnung" oder in der Akte im Reiter "Rechnungsoptionen" den Haken bei "Nettorechnung (ohne ZUGFeRD)"setzen.
Rundung und Genauigkeit
Damit die Mehrwertsteuer sauber berechnet wird, kannst du Preise mit bis zu 6 Nachkommastellen eingeben.
Tipp: Brutto-Preis automatisch berechnen
Du möchtest nur den Bruttobetrag eingeben, und lemniscus soll den Rest erledigen?
Kein Problem. Gib einfach Bruttobetrag und Mehrwertsteuersatz durch ein "b" getrennt ein:
gewünschterBruttobetrag b Mehrwertsteuersatz
So wird aus 10b16. Brutto 10,00 Euro
Mwst 16 %. 0,16 Euro
Netto 9,84 Euro
Mini-Tutorial: Nettobetrag automatisch ausrechnen lassen
Unterschied in der Berechnung von Brutto- und Netto-Rechnungen
Netto-Rechnung
Bei Netto-Rechnungen wird der Preis ohne Mehrwertsteuer als Ausgangspunkt genommen. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn das Empfängy vorsteuerabzugsberechtigt ist.
So funktioniert die Berechnung:
- Beim Netto-Einzelpreis (z.B. 9,8412 €) erfolgt die Rundung erst am Ende der Rechenkette, nicht beim Einzelpreis. Er wird mit der Menge multipliziert.
- Aus diesem Ergebnis wird die Netto-Gesamtsumme errechnet und anschließend auf volle Cent gerundet.
- Auf die gerundete Netto-Summe wird dann die Mehrwertsteuer berechnet - und ebenfalls gerundet.
- Brutto = gerundete Nettosumme + gerundete MwSt.
Das Ergebnis: Der Endbetrag wird immer in ganzen Cent dargestellt.
Je nach Betrag und Steuersatz kann es aber vorkommen, dass keiner der Werte (Netto, MwSt oder Brutto) glatt durch die Menge teilbar ist.
In vielen Fällen klappt das problemlos - zum Beispiel bei runden Beträgen wie 119€ mit 19% MwSt. Aber eben nicht bei allen. Dann können durch Rundung kleine Unterschiede entstehen, die sich aber korrekt nachvollziehen lassen.
Vorteil dieser Methode: Die Mehrwertsteuer wird nachvollziehbar auf die gerundete Netto-Summe aufgeschlagen und lässt sich in einem Schritt nachrechnen.
Brutto-Rechnung
In einer Brutto-Rechnung wird der Preis inklusive der Mehrwertsteuer angezeigt. Das ist vor allem bei Privatkundys üblich, denn für sie zählt der Endbetrag, den sie später bezahlen.
Als Grundlage dient aber auch hier der Netto-Einzelpreis, den du im Leistungskatalog einträgst.
So funktioniert die Berechnung:
- Aus deinem Netto-Einzelpreis und dem Mehrwertsteuersatz berechnet lemniscus den Brutto-Einzelpreis und rundet auf volle Cent.
- Der Brutto-Einzelpreis (z.B. 10,00 €) wird mit der Menge multipliziert - daraus ergibt sich die Brutto-Gesamtsumme, die auf volle Cent gerundet wird.
- Aus dieser Summe wird die enthaltende Mehrwertsteuer berechnet - ebenfalls gerundet.
- Die Netto-Summe ergibt sich als Differenz aus Brutto-Summe und MwSt.
Das Ergebnis: Der Endbetrag ist auf volle Cent gerundet.
Anders als bei Netto-Rechnungen ist die Bruttosumme bei ganzzahliger Menge immer durch die Menge teilbar - also genau so, wie man es als Klienty erwartet.
Vorteil dieser Methode: Die Mehrwertsteuer ist im Betrag enthalten und lässt sich aus dem Bruttobetrag direkt herausrechnen.